Lesemotive

Bewusst unbewusst: Vom verborgenen Lesemotiv zum Kaufimpuls – so werden Sie schnell zum Profi

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Die "Lesemotive" geben Orientierung und schaffen nachhaltige Freude am Buchkauf. Auf neurowissenschaftlicher Basis macht die neue Klassifikation erstmals den emotionalen Zugang zu Büchern aus Kundenperspektive systematisch für die gesamte Buchbranche nutzbar. Denn sie bündelt die unbewussten Beweggründe, die zum Buchkauf führen.

Die konsequente Ausrichtung auf diese Lesemotive bietet Verlagen und Handel die Möglichkeit zur umfassenden Optimierung von Produkten, Prozessen und Präsentationsstrukturen im Netz und im Handel vor Ort.

Was glauben Sie, warum kaufen Menschen Bücher?

Richtig, sie kaufen Bücher, weil sie ein bestimmtes Bedürfnis haben. Kennen wir dieses, können wir es in der Positionierung und Vermarktung bewusst adressieren. Das schafft Orientierung und Kaufimpulse beim Kunden. So weit, so banal.

Das Problem: Die kaufentscheidenden Bedürfnisse sind dem Buchkäufer selbst gar nicht bewusst.

Die Herausforderung: Wie können wir unser Produktangebot mit diesem "Bauchgefühl" verkaufsfördernd zusammenbringen?

Die Antwort: Lesemotive.

Auf neurowissenschaftlicher Basis macht dieser neue Klassifizierungsstandard erstmals den emotionalen Zugang zu Büchern aus Kundenperspektive systematisch für die gesamte Buchbranche nutzbar. Damit eröffnet sich eine zusätzliche Dimension der Kundenansprache – das Bauchgefühl wird zur Kopfsache.

Hintergrund: Ran an die Abwanderer!

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum weniger Bücher gekauft werden – sie reichen vom Alltagsstress, der oftmals von der intensiven Nutzung der sozialen Medien befeuert wird, bis hin zu fehlenden Kontaktpunkten mit Büchern und zu konkurrierenden Medienangeboten. In Kombination mit der enormen Angebotsfülle verlieren immer mehr Menschen den Überblick und kehren dem Buchmarkt den Rücken. Das belegt die Marktforschungsstudie "Buchkäufer – quo vadis?", die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Juni 2018 veröffentlicht hat.

Während aktive Leserinnen und Leser gezielt nach Büchern suchen, möchten sich gerade die sogenannten Abwanderer beim Stöbern inspirieren lassen. Und genau da fehlt es besonders an Orientierung. Eine Branchen-Taskforce arbeitet deshalb an Lösungen, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Gruppe Nymphenburg Consult hat dafür das Informations- und Suchverhalten von Buchkäufern analysiert und die unbewussten Beweggründe gebündelt, die zum Buchkauf führen. Das Unbewusste lässt sich so bewusst ansprechen.

Bei der Kundenbindung ist es wie in der Liebe: Geweckte Erwartungen müssen erfüllt werden, sonst heißt es Frust statt Lust und aus Buchkäufern werden Abwanderer – sprich: sie gehen dem Markt dauerhaft verloren. Denn der Effekt von Mogelpackungen – also Titeln, die in der Vermarktung "falsche" Kundenbedürfnisse ansprechen – ist nachhaltig.

Im Interview mit dem Digital-Cross-Over-Blog hat Lesemotive-Botschafterin Stephanie Lange darüber gesprochen, wie die Buchbranche mit dem neuen Standard zur Klassifizierung von Büchern bewusst unbewusst zum Beziehungsstifter wird und wie andere Industrien von den aktuellen Erkenntnissen profitieren können: Jedes zweite Buch ist eine Mogelpackung

Lesemotive im VLB

Um eine rasche Verbreitung des Lesemotiv-Standards innerhalb der deutschen Buchbranche zu gewährleisten, haben wir die Kategorien als zusätzliche Metadaten ins Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) integriert – sie stehen seit Oktober 2021 alle Nutzerinnen und Nutzern der Metadatenbank zur Verfügung. Das Vorhaben umfasst mehr als die reinen Anzeige- und Ausspielungsmöglichkeiten der Bedürfnisinformation in der Datenbank. Die Lesemotive werden mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch dem VLB-Titelbestand zugeordnet. Partner für dieses technische Mapping ist das Unternehmen QualiFiction, das 2019 von der Börsenvereinsgruppe beim Content-Shift-Accelerator als "Content-Start-up des Jahres" ausgezeichnet wurde.

Antworten auf häufig gestellte Fragen geben die FAQ, technische Informationen stehen auf der Hilfeseite zur Verfügung.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag aus der Börsenblatt-Ausgabe 29-2021: Premierenstimmung mit Künstlicher Intelligenz.

Lesemotive live

Erfahren Sie mehr über die Lesemotive und ihre strategischen Einsatzmöglichkeiten:

Weitere Termine sind in Vorbereitung.

Best Practice

Das Team um Robert Duchstein von der Buchhandlung Reuffel hat seine Beratungskomeptenz in Sachen Bücher mit unserem neuen Standard Lesemotive zusammengebracht. Das Ergebnis: Mehr Orientierung beim Weihnachtseinkauf mit dem Geschenkefinder. Da ist für jedes Bedürfnis etwas dabei, einfach ausprobieren: www.reuffel.de/geschenkefinder

Unser Fachmagazin Börsenblatt berichtet: Reuffel testet Lesemotive im Weihnachtsgeschäft

Der Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat zusammen mit den Medienpartnern Berliner Zeitung und Radioeins vom RBB ein neues Format geschaffen, das Neuerscheinungen seiner Mitgliedsverlage eine Bühne gibt.

Teil des "Bücherfrühlings" sind die Herzensbücher aus den aktuellen Frühjahrsprogrammen. Diese besonderen Buchempfehlungen werden auf Basis der Lesemotive präsentiert – als PDF-Kataloge zum Herunterladen sowie als Kataloge in unserem Titelinformationssystem VLB-TIX zum Online-Stöbern:

www.stadtlandbuch.de/buchkataloge

Lesemotive für den Handel

Die konsequente Ausrichtung auf die Lesemotive bietet Ihnen die Möglichkeit zur umfassenden Optimierung der Präsentationsstrukturen im Netz und vor Ort – neurowissenschaftlich fundiert und repräsentativ
bestätigt.

Nutzen Sie unser modulares Informations- und Beratungsangebot, um "bewusst unbewusst" nachhaltige Freude am Buchkauf zu schaffen!

 Los geht's!