Gabriele über die Börsenblatt-Paywall
Interview mit Gabriele zur Paid-Content-Strategie des Börsenblatts
Zum 03.08.2026 bauen wir die bestehende Paid-Content-Strategie unseres Fachmediums Börsenblatt schrittweise aus. Zukünftig ist ein kostenpflichtiges Digital-Abo die Voraussetzung für den Zugriff auf die meisten Online-Inhalte.
Damit reagieren wir auf die allgemeinen Umbrüche im Fachmedienmarkt mit dem Strukturwandel beim Werbeverhalten, der auch vor dem Börsenblatt nicht halt macht.
Wir haben unsere Kollegin Gabriele gefragt, was die Umstellung im Hintergrund bedeutet und wie sie das Projekt aufgesetzt hat. Ein Zwischenstand.
- Wann habt Ihr mit den Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue Abo-Modell begonnen?
Seit Mitte vergangenen Jahres sind wir damit beschäftigt. Von den ersten Überlegungen, ob ein Abo-Modell überhaupt sinnvoll ist, wie man es umsetzen kann und welche Dienstleister in Frage kommen, bis zur tatsächlichen Einführung sind einige intensive Monate vergangen.
- Wer hat die finale Entscheidung getroffen?
Viele Menschen haben diesen Weg mitgestaltet. Wir haben uns bewusst breites Feedback aus unterschiedlichsten Medien-Bereichen geholt. So haben wir sichergestellt, dass wir nichts übersehen, und haben überprüft, ob unsere Überlegungen in die richtige Richtung gehen.
Während des gesamten Prozesses waren unsere Geschäftsführerin Meike Knops und Börsenvereins-Geschäftsführer Peter Kraus vom Cleff in der Herausgeber-Rolle eng eingebunden und natürlich haben wir uns mit unseren Gesellschaftern beraten. Die eigentliche Entscheidung für das neue Abo-Modell hat dann der Aufsichtsrat der Börsenvereins-Beteiligungsgesellschaft (BBG) als zuständiges Kontrollgremium für die Wirtschaftstöchter des Börsenvereins getroffen.
- Wie habt Ihr Euch für das Projekt organisiert?
Das Projekt berührt viele Bereiche von MVB: Redaktion, Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Produktmanagement, IT-Entwicklung, PR, Controlling und natürlich unsere Geschäftsführung – nicht zu vergessen: externe Dienstleister. Als Projektleiterin habe ich die relevanten Kolleginnen und Kollegen zusammengebracht und koordiniert, sodass jede und jeder weiß, was bis wann und in welcher Form erledigt sein muss. Regelmäßige Meetings und klare Tool-Strukturen haben dabei geholfen, den Überblick zu behalten.
- Welche Jobs müssen bis August noch erledigt werden?
Wir arbeiten derzeit an einigen technischen Änderungen und Vereinfachungen, die für unsere Nutzerinnen und Nutzer nicht sichtbar sind, aber eine wichtige Grundlage für das bilden, was noch kommen wird. Da steckt gerade viel Arbeit drin, die im Hintergrund passiert.
- Was hat Dich bisher am meisten überrascht?
Das große Engagement, mit dem die involvierten Kolleginnen und Kollegen bei diesem schwierigen Thema mitziehen. Das ist wirklich nicht selbstverständlich, denn das Projekt bringt nicht nur für die Branche eine grundlegende Änderung mit sich, sondern wirkt sich auch direkt auf unsere eigenen Abläufe und Arbeitsweisen aus. Dass alle so offen Feedback geben und aktiv mithelfen, die gemeinsame Sache voranzubringen, zeigt auch, wie viel Vertrauen im MVB-Team besteht. Das schätze ich sehr.
PS: Unsere neuen Abo-Varianten sind ab Montag, 03.08.2026, online buchbar, für Börsenvereinsmitglieder startet das Abo-Modell zum 01.12.2026. Die Übersicht aller Leistungen und ein FAQ gibt es vorab hier: www.boersenblatt.net/abo
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